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Vorgeschichte des Projektes
 Die ersten, zaghaften Schritte des Projektes haben wir im April 2001 gemacht. Es war in einer kleinen Stadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien: EUPEN.
Georges Heck, Pädagogischer Inspektor des Unterrichtsministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft, und Geneviève Simonis-Pelzer, Heilgymnastin und therapeutische Psychomotorikerin im Institut der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Sonderunterricht (IDGS), Eupen, haben das Projekt in die Wege geleitet.
Das Thema « Autismus » war in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (D.G.) nicht unbekannt, aber im Jahr 2000 stieß das IDGS an seine Grenzen. Eine Schülerin mit Autismus kam in die Pubertät und entwickelte Verhaltensauffälligkeiten, griff zu Selbstverletzungen und wurde somit zur Gefahr für sich selbst und für die Mitschüler. Sie hat die Schule verlassen müssen und wird jetzt in einer geeigneten Institution in der Französischen Gemeinschaft Belgiens betreut. Es war damals eine Notlösung. Bei Notlösungen wollte man es im I.D.G.S. aber nicht belassen. Entwürfe von Projekten wurden im Rahmen des I.D.G.S ausgedacht, verbreiteten sich aber schnell auf Gemeinschaftsebene (D.G.).
So wurde ein Arbeitskreis «Autismus» unter der Leitung von Herrn Heck gegründet. Dieser Arbeitskreis, der am 26.April 01 ins Leben gerufen worden ist, erfasst die gesamte Entwicklung des Menschen –von der Geburt bis zum Erwachsenenalter – dank seiner transdisziplinären Zusammenstellung: Vertreter aller sozialen Dienste (Dienststelle für Personen mit einer Behinderung, Frühhilfe, Begleitzentrum Griesdeck, aller Sonderschulen, der psycho-medizinisch-sozialen Zentren, therapeutischer Beratungsstellen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene (KITZ, SPZ), Elternvereinigungen…).
Unser Traum sollte aber noch andere Ausmaße annehmen: die Ressourcen, Erfahrungen, Kompetenzen auf europäischer Ebene dank internationaler Austausche bündeln und dank der Vielfalt von interessierten und betroffenen Menschen und Institutionen neue Konzepte bzw. konkrete Mittel entwickeln. Wir haben einen Antrag für vorbereitende Besuche bei der Europäischen Kommission eingereicht, der auf Anhieb genehmigt worden ist. Dies war der Anfang bereichender Treffen mit 6 Partnern aus 5 Ländern. Die Tatsache, dass ALLE heute am EU-Projekt aktiv beteiligt sind, kann als Zeichen der NOTWENDIGKEIT solcher Kooperationen gewertet werden.
 Am 1. März 2002 reichten wir den offiziellen Antrag für ein Sokrates-Programm Comenius 2.1 ein. Im September 2002 erhielten wir die positiven Gutachten der Experten der EU-Kommission und anschließend das angefragte Budget.
Georges Heck hat das Ganze etwas poetisch in folgende Worte gefasst: „Euphorie und Not sollten sich eines Tages begegnen; keiner hatte eingeladen - jedenfalls nicht bewusst.
Beide konnten sich aussprechen, einer hörte dem anderen aufmerksam zu…fühlend, dass sie einander gehörten und gerne gemeinsam Weg machen wollten. Beim Gedankenaustausch längs des Lebensweges verspürten beide die Lust und die Not-Wendigkeit, ein Projekt zur Entfaltung aller Menschen zwischen Geburt und Erwachsensein zu schaffen. Überglücklich ob dieser Gegebenheiten nannten sie es hoffnungsvoll: „Exodus“ |